Kanada – Weit und breit keine Menschenseele

Kanada ist weltweit eines der beliebtesten Einwanderungsländer. Umfragen bei Freunden ergeben, dass, wenn sie auswanderten, unter anderem am liebsten nach Kanada ziehen würden. Doch warum ist dieses Land so beliebt und neben Neuseeland und Australien für eine Auswanderung so interessant?

Mit einer Fläche von nahezu zehn Millionen Quadratkilometern ist es nach Russland das größte Land der Welt. Im Vergleich zur riesigen Fläche Kanadas ist die Größe der Bevölkerung von rund 32 Millionen Einwohnern ein Witz. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben bei annähernd gleicher Fläche beinahe das Zehnfache der Bevölkerung Kanadas, nämlich 297,7 Millionen.
Obwohl nicht mal die USA geeignete Vergleichspartner sind. Pro Quadratkilometer halten sich in Deutschland zirka 8-mal mehr Menschen auf als in den Vereinigten Staaten von Amerika. Man schaue sich nur die leeren Straßen Amerikas in einem Hollywoodstreifen an. Weit und breit niemand außer Sand und Teer. Vergleicht man die Bevölkerungszahlen von Kanada und den USA, dürfte man sich in Kanada noch einsamer fühlen als in den USA.

Doch gerade weil Kanada so dünn besiedelt ist, wirkt es für viele Menschen wie ein Zufluchtsort, in den man sich vom Stress der zivilisierten und industrialisierten Welt zurückziehen und ein Leben ohne Fernsehen, Internet und Automobil führen kann.
Für diejenigen, die mit Christentum, Judentum und Islam nichts anfangen können und ihre Glaubensrichtung eher exotischen Religionen, wie zum Beispiel dem Buddhismus zuordnen, finden in Kanada auch oder vielleicht gerade dort ihr religiöses Zuhause. Der Staat Kanadas ist in Form einer Föderation organisiert und gewährleistet so die politische Agitation aller Bevölkerungsgruppen.

Klar, dass sich in solch einem großen Land auch vielerlei unterschiedliche Klima- und Vegetationszonen befinden. Innerhalb des Kanadischen Schildes, dessen Umkreis 50% der Landfläche ausmacht, befindet sich bis auf einige Gebiete im Osten vorwiegend eine flache und teils hügelige Landschaft. Im bewaldeten südlichen Teil dieses Schildes herrscht boreales Klima, d.h. ein extremes Klima von kurzen und heißen Sommern bis zu langen und eisigen Wintern.
Der nördliche Teil zeichnet sich indes durch Eis, Felsen und Tundrenvegetationen aus. Die Inseln Kanadas sind im Westen flach und im Osten bergig. Westlich des Kanadischen Schildes, also im äußersten Westen des Landes, befinden sich die so genannten inneren Ebenen. Diese erstrecken sich vom nördlichsten Zipfel bis zum südlichsten Teil Kanadas. Deren Charakteristikum ist ein sich durch das ganze Land hinwegstreckender Gebirgszug.

In Kanada ist die geographische Vielfalt wirklich immens. Es fehle nur noch eine Wüstenlandschaft, um das vegetative Angebot zu komplettieren. Doch selbst in diesem schönen Land kann man eben nicht alles haben.

In sprachlicher Hinsicht dürfte man mit den Weltsprachen Englisch und Französisch im Gepäck keinerlei Probleme haben. Wer sogar die Sprache Inuktikut, eine Sprachform der Eskimos, beherrscht, könnte sogar auch deren kleinen Kulturkreis ausleuchten.

Wer sich nun wahrhaftige Gedanken darüber macht, nach Kanada auszuwandern, sollte sich schon mal mit fehlenden Handynetzen, Heizung, Dusche und Toilette vertraut machen. Strom ist in manchen Provinzen Kanadas auch nicht garantiert vorhanden. Migrationspolitisch sollte jedoch kein Problem bestehen dorthin auszuwandern. Einwanderungskriterien sind öffentlich einsehbar und beinhalten Alter, Gesundheitszustand, finanzielle Lage, Ausbildung und Sprachkenntnisse.

Diejenigen, die mal wieder in Ruhe Urlaub machen wollen, wirklich auf sich allein gestellt sein wollen und sich von Bären nicht so leicht den Tag vermiesen lassen, denen kann das kanadische Leben wirklich Spaß machen. All diejenigen, die sich ohne Auto wie kastriert, ohne Fernsehen und Zeitung uninformiert fühlen und nach zwei Wochen ohne Friseur durchdrehen, sollten erst gar nicht daran denken, in entlegenen Gebieten Kanadas zu residieren.

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