Freedom of the Seas – Rummelplatz, Las Vegas und Einkaufsmeile auf hoher See

Für über 4000 Menschen bietet das derzeit weltgrößte Passagierschiff “Freedom of the Seas” Platz. Das am 20. August 2005 in Finnland fertig gestellte Schiff ist zwar nicht das längste, kann aber momentan die größte Anzahl Passagiere unterbringen. Die Queen Mary 2 ist zwar nicht mehr der weltweit größte Vergnügungsdampfer, aber mit einem Vorsprung von sechs Metern der längste.

Nachdem die 339 Meter lange Freedom of the Seas in der deutschen Hansestadt Hamburg letzten Reparaturarbeiten unterzogen worden ist, folgten eine Testfahrt auf der Nordsee und schließlich die feierliche Übergabe an die Reederei. Am 25. April 2006 um 10 Uhr dieses Jahres trat sie nun endlich nach letzten Tests und Reparaturen ihre Jungfernfahrt von Hamburg nach Oslo an.

Die feierliche Taufe ist in Cape Liberty, New York für den 12. Mai geplant. Die Taufpatin steht auch schon fest. Es ist die aus Oregon stammende Pflegemutter Katherine Louise, die von den Zuschauern des NBC Today Morning gewählt worden ist. Zur Auswahl standen ausschließlich Frauen mit sozialem Engagement.

Bemerkenswert ist allerdings nicht unbedingt die Größe des Schiffs, als vielmehr die Freizeitangebote. In dieser Hinsicht hat dieses Schiff nämlich einiges zu bieten. Wem es zu banal ist, in einer Einkaufsmeile auf dem Festland seine Luxussucht zu befriedigen, dem könnte die vier Decks hohe, 9 Meter breite und 112 Meter lange Einkaufspromenade des Vergnügungsdampfers gefallen. Wer sich nach diesem ganzen Einkaufsstress einfach nur noch in einem gemütlichen Stuhl fallen lassen will, dem sei eine Vorstellung im Theater mit 1350 Sitzplätzen geraten.

Für alle Sportbegeisterten erstreckt sich ein breit gefächertes Angebot. Die Prinzen, die mit ihren Eisprinzessinnen einen doppelten Rittberger schon immer mal in einer etwas ungewohnten Umgebung präsentieren wollten, dürften mit der Eislaufbahn ausreichend bedient sein.

Extremsportler können ihre Grenzen an einer Kletterwand erproben. Die in die Fußstapfen Kelly Slaters treten wollen, sollten schon mal im Surfpark, in dem man stehende Wellen surfen kann, anfangen zu üben. Extremer Wasserspaß ist hingegen in der 2200 m² großen Badelandschaft Fehlanzeige. Dort kann man sich in verschiedenen Becken entspannen und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Diejenigen, die mit Geschäftskollegen auf diesem Schiff unterwegs sind und ihnen schon immer mal eine verpassen wollten, finden im Boxring eine ideale Gelegenheit. Friedlicher gesinnte Mannschaftssportler geben sich mit Basketball in Originalgröße bereits zufrieden. Für Familienspaß sorgt der Mini-Golf-Platz mit neun Löchern. Es ist also für allerhand Freizeitgestaltungsmöglichkeiten gesorgt.

Ansonsten befinden sich an Bord zehn Restaurants, 16 Bars und Salons, ein im fünfziger Jahre Stil gehaltenes Eiscafé, Weinkeller und Pub. Zocker fühlen sich wohl in Casino und Spa am wohlsten. Stilistisch geht hier auch einiges durcheinander. So sitzt man auf goldenen Stühlen im Stil des 18. Jahrhunderts, isst auf Papptellern und trinkt Kaffee aus Henkelbechern. Anderenorts bekommt man unter an Sonnenkönigszeiten erinnernden Säulen Essen ergänzende Zutaten in einer Plastikflasche serviert. So völlig zueinander passt das wohl nicht, ist aber nicht weiter schlimm.

Die Preise für einen Aufenthalt auf der Freedom of the Seas sind noch erschwinglich. Der günstigste Preis für eine Woche Aufenthalt inklusive Flug und Transfer beträgt um die 800 Euro. Allerdings muss man sich dann mit einer der 516 Kabinen ohne Fenster zufrieden geben. Eine Balkonkabine kostet dann etwas weniger als das Doppelte der Kabine ohne Fenster.

Wer sich für dieses Freizeitschiff interessiert und genauer auf die Angebote eingehen will, sollte der firmeneigenen Webseite einen Besuch abstatten:

www.freedomoftheseas.com

Ein Besuch lohnt sich allemal. Die Seite ist sehr schön gestaltet und bietet sogar virtuelle Rundgänge.

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