Sexsucht – Das war gut! Lass es uns gleich noch mal tun!

Sexualität ist was wahrhaft schönes und einzigartiges. Nichts anderes erfüllt uns mit mehr Energie und zwischenmenschlicher Spannung als die sexuelle Vereinigung. Der tantrischen Lehre nach soll man per Meditation im Moment des Orgasmus’ sogar das Göttliche der Welt erleben können.

Deine Frau will es fünfmal am Tag, wenn möglich auch öfter? Sie benimmt sich wie die kleine Raupe Nimmersatt, die sich nach ihrer kürzlich verzehrten Mahlzeit schon der nächsten widmet?

Wenn dies der Fall ist, würde ich mir an deiner Stelle Gedanken machen, ob zwischen euch noch alles in Ordnung ist. Wenn diese unersättliche Lust nach Sex nicht abnimmt und sich wieder beruhigt, besteht unter anderem der Verdacht auf Sexsucht. Dies mag sich zwar im ersten Moment lächerlich anhören, ist es aber nicht. Sexsucht ist mit anderen Suchtverhaltensweisen, wie Bulimie, Alkoholismus, Spielsucht oder Magersucht vergleichbar. Sexsüchtigen wird von Zeit zu Zeit gleichgültig, was um sie herum geschieht. Sie sehnen sich ausschließlich nach der Befriedigung ihrer Sucht. Psychologen bezeichnen dieses Verhalten als Kontrollverlust. Auch die Dosis, ähnlich wie bei Drogensüchtigen, muss ständig steigen.

Der Sex der Sexsüchtigen ist nicht mehr ein Erlebnis der befriedigenden Lust, sondern ist zwanghaft und zerstörerisch. Oftmals fühlen sich die Betroffenen wertlos und minderwertig. Nicht selten liegt diesem Verhalten ein Kindheitstrauma zugrunde. Psychologische Studien belegen, dass meist ein frühkindlicher sexueller Missbrauch vorliegt. Auch gewaltsame Misshandlungen können für einen gestörten Bezug zur Sexualität ausschlaggebend sein.

Wenn ein tiefgründiges Gespräch mit deiner Partnerin nicht zustande kommen kann, versuche sie zumindest schonend darauf aufmerksam zu machen, dass ihr Verhalten zur Sexualität gestört ist. Wenn sie dies schon mal einsieht, dass sie sexuell abhängig ist, fällt der Gang zum Arzt oder einer Selbsthilfegruppe nicht mehr ganz so schwer.

Auch wenn der Gedanke, mit einer Sexsüchtigen zusammen zu sein, angenehmer scheint als der, mit einem “nassen Tuch”, dass du gelegentlich mal auswringen darfst, dein Bett zu teilen, solltest du diese Angelegenheit nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zwar sind sich Wissenschaftler und Vertreter entsprechender Behörden nicht einig, wie hoch der Anteil Sexsüchtiger in Deutschland ausfällt, doch ist noch immer sicher, dass es sie gibt. Einig indes sind sich Experten, dass Männer etwa viermal öfter von sexueller Sucht betroffen sind als Frauen.

Du solltest dir natürlich auch mal darüber Gedanken machen, ob dein unersättliches sexuelles Verlangen ausschließlich dem Frühling oder dem guten Aussehen deiner Freundin zuzuschreiben ist. Wenn dein Sexualverhalten aber der Normalität entspricht, heißt es getrost: Weitermachen so lange es noch geht!

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